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„Wie?“ sagte ich. „Will mir denn keiner antworten?“ Sie verblieben aber noch eine gute Weile erstaunt, bis sich endlich einer erholete und sagte: „Wear ischt denn der Hair?“ Da hörete ich, dass es eine schwäbische Nation sein müsste, die man zwar (vergeblich) vor einfältig schätzet, sagte derowegen, ich sein ein fahrender Schüler, der jetzo aus dem Venus-Berge komme und einen ganzen Haufen wunderlicher Künste gelernet hätte. „Oho!“ antwortete der älteste Harzer. „Jetzt glaube ich, gottlob, daß ich den Frieden wieder erleben werde, weil die fahrenden Schüler wieder anfangen zu reisen. Aus: „Abenteuerlicher Simplicius Simplicissimus“ von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen. Sein Held kommt vom Mummelsee und trifft in der Nacht eine Gruppe von Harzsammlern.
Der Schwarzwald ist das höchste Mittelgebirge Süddeutschlands mit Höhen von 400 bis 1000 m im Norden und in seiner Mitte, mit fast 1500 m beim Feldberg und im Südschwarzwald. Das Gebirge hat eine Gesamtlänge von etwa 160 km, bei einer Breit von 30 km im Norden und bis zu 60 km im Süden. Die Längsachse verläuft etwa parallel zum Oberrhein. Mit ca. 8000 qkm bedeckt der Schwarzwald über ein Fünftel des heutigen Baden-Württemberg.
Im Norden des Schwarzwaldes schließt sich das Kraichgauer Hügelland an; in seinem Osten erstreckt sich das Neckarland und die Schwäbische Alb, im Süden geht es hinüber in den Schweizer Jura. Der Westen grenzt hart an die Oberrheinebene, gegen
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Heuschober in einem Seitental der Murg
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über seinem erdgeschichtlichen Bruder, den Vogesen.
Der Schwarzwald ist Zeuge der erdgeschichtlichen „Revolutionszeit“ des Tertiärs. Er bezeugt die gewaltigen Umwälzungen in Erdinneren, welche die Alpen und die Pyrenäen auffalteten. Es wurde ein gewaltiges Gebirge mit alpengleichen Höhen aufgetürmt, bis auf Grund der Überdehnung ein gewaltiger Grabeneinbruch erfolgte, der sich nach und nach mit Schutt und Geröll füllte. Als Ränder blieben im Westen die Vogesen, im Osten der Schwarzwald. In der so entstandenen Ebene dazwischen, bahnte sich von den Alpen her der Rhein sein Bett.
Das emporgehobene Grundgebirge und „Untergeschoss“ des Schwarzwaldes stammt aus ältesten Erdzeiten und besteht aus Gneis und Granit. Sedimentgesteine wie Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper und Jura lagerten sich als „Obergeschoss“ auf. Durch die Abtragung wurden diese Sedimentgesteine – mit Ausnahme der abgeflachten Ostpartien – vor allem im Süden wieder beseitigt, so dass dort Gneis und Granit hervortreten, wogegen im Norden der Buntsandstein überwiegt.
Der Schwarzwald wurde relativ spät besiedelt. Lange Zeit blieb er Köhlern und Holzfällern überlassen, er diente dem Adel, der seine Burgen an den Randbergen hatte, als Jagdrevier und erst vor rund 1000 Jahren zogen sich Mönch
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Die Triberger Wasserfälle mit einer Höhe von 163 Meter der höchste Wasserfall Deutschlands
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e in die einsamen Schwarzwaldtäler zurück. Sie schickten ihre Leute hinauf auf die Hochebenen um den Wald zu roden und kleine Weiler anzulegen und auf den Hochalmen das Vieh weiden zu lassen. Bald schürfte man nach Silber und Erz, wodurch die Besiedelung weiter gefördert wurde. Das Wasser der Bergbäche ließ sich für Mühlen, Sägen, Hammerwerke und die Flößerei nutzen. Das Holz der Schwarzwaldtannen war begehrt für die Fertigung von Schiffsmasten. Schwarzwälder Flößer steuerten ihre Flöße, „Gstehr“ genannt, bis nach Holland. Aus dieser Zeit stammt die Sage vom „Holländer Michel“, die von Wilhelm Hauff in seine Erzählung „Das kalte Herz“ aufgenommen wurde.
Für Wanderfreunde sind West-, Mittel- und Ostweg sicher ein Begriff. Der Westweg, oder Höhenweg I, zwischen Pforzheim und Basel hat eine Länge von 275 km, bei Einberechnung der Gabelung beim Feldberg 368 km.
Nicht weniger reizvoll ist der Mittelweg, oder Höhenweg II, mit einer Länge von 224 km, mit der Gabelung bei Lenzkirch 275 km, welcher von Pforzheim nach Waldshut führt.
Der Dritte im Bunde ist der Ostweg, oder Höhenweg III. Er verbindet Pforzheim mit Schaffhausen, bei einer Länge von 214 km, mit Gabelungen 325 km. Jeder dieser Wege lässt sich in 8 – 10 Tagen problemlos bewältigen.
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