“No nix wegschmeißa, m’r ko älles braucha”

Sackausklopfer

Sohlenschoner

Verschließbarer Mostfasshahn

Gaisbock-
gespann

Der Schwabe ist meist ein begnadeter Handwerker und Bastler, nebenbei die Freude jedes Heimwerkermarktes. Die Ergebnisse dieser Mühen sind nicht immer dazu geeignet einen Designpreis zu erringen, was dem Schwaben ganz egal ist, da er die Funktion in den Vordergrund stellt. Und außerdem hat er es selbstgemacht, also auch noch Geld gespart.

Die Planung eines Samstages sieht bei einem Schwaben etwa so aus:

    Früher aufstehen als unter der Woche (man will ja was schaffen).

    Werkzeug, Schrauben und Nägel suchen.

    Die Schwäbin in den Baumarkt schicken, da keine Nägel mehr da sind.

    Fundament für ein Mäuerle ausheben.

    Bretter für die Verschalung suchen.

    In ein Brett mir heraustehenden Nagel dappen (treten).

    Die Schwäbin verseggeln (ausschimpfen), da sie die falschen Nägel mitbringt.

    Rasenmähen, da die Nägel für die Verschalung fehlen.

    Vom Nachbar aufgehalten werden (der emmer mit seim Gschwätz)

    Schwäbin kommt mit den Nägeln und ist narret (ärgerlich)

    Verschalung fertig.

    Zum Mittagessen in die Stube gehen, dabei von  Schwäbin verseggelt werden, weil dreckige Schuhe.

    Schnell essen, weil die Dachrinne noch gesäubert werden muss.

    Besuch abwimmeln (kommt der Denger au no, am helle Samschtich, wo normale Leit schaffet).

    Sand und Zement fürs Mäuerle mischen, Verschalung auffüllen.

    Schubkarren voll Material für das Mäuerle umkippen.

    Schnell zusammenscharren in der Hoffung, dass Schwäbin nichts merkt.

    Wieder Besuch, lässt sich nicht abwimmeln. Meint, dass das Mäuerle krottenfalsch sei (Der hots grad neidich, der hot jo koi Ahnung).

    Werkzeug und Schubkarren putzen.

    Nach Bandscheibenvorfall ins Haus schleppen, baden, vespern, ausruhen.

    Schwäbin meint: “Aber d’ Bühne sott m’r au no uffraime, am Medich kommt dr Kamefeger”.

    Sich beruhigen mit der Tatsache, dass er am Montag morgen wieder ins Geschäft darf um neue Kräfte zu sammeln, oder alternativ Schwäbin erschlagen.
     

 

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Sackausklopfer

 

Da beim Ausschütten der Mehlsäcke aus der Mühle immer  ein Rest Mehl im Gewebe hängen bleibt, hat ein findiger Schwabe um 1900 ein praktisches Gerät erfunden um diesem Mißstand abzuhelfen.
(Bildqualität ist leider schlecht, Vorlage war Fotokopie)

 

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Sohlenschoner

 

Bei häufigem Gerbauch des Gartenspatens kommt es zwingend zu einem Verschleiß der Schuhsohlen. Zwar werden die Schuhe schon seit etlichen Jahren nur noch bei der Gartenarbeit angezogen und weitere 3 Paar warten auf den  Beginn ihrer Verwendung für denselben Zweck, aber dennoch ist dies kein Grund den Sohlenschoner nicht einzusetzen.

 

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Verschliessbarer Mostfasshahn

 

Eines der großen Heiligtümer des Schwabens ist sein  Mostfass. Kaum ist der noch süßse Apfelsaft im Fass, wird er jeden Abend in den Keller steigen und mit gespitzten Ohren nach jenem Brausen und Gurgeln lauschen, das die ersehnte  Metamorphose ankündigt. Ist nun der Most fertig, meist so kurz nach Weihnachten, gilt es scharfäugig darauf zu achten, dass keine unbefugte Entnahme des edlen Mostes vorkommt. Dass Hund und Katz nicht am Fass vorbei streichen und dabei den Hahn öffnen, so dass das kostbare Nass nutzlos versickert. Auch gilt es Familienmitglieder und Verwandte bei Ihren Kellerbesuchen im Auge zu behalten.
Die Verwendung eines abschliessbaren Hahns enthebt den Schwaben dieser dauernden Sorge und macht seine Nachtruhe bedeutend ruhiger.

 

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Gaisbockgespann

 

In der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg waren auf den  Straßen häufig noch Pferde-, Ochsen-, und Kuhgespanne zu sehen. Dass, wenn auch sehr selten, Gaisböcke eingespannt wurden zeigt unser Bild. Es ist anzunehmen, dass dieser wackere Fuhrmann mit entsprechenden Spottnamen bedacht wurde.

 

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